Auch am vergangenen Montag (14.03) beteiligten wir uns am Protest gegen die rassistische Pegida-Bewegung.

Nachdem wir in München angekommen waren, sammelten wir uns zunächst mit ca. 40 weiteren Aktivist_innen in der Nähe der Route der Demonstration der Rassisten. Als wir erfuhren, dass sich der Pegida-Zug auf den Weg gemacht hatte, bewegten wir uns zügig in Richtung Geschwister-Scholl-Platz, der sich direkt am Rande der Route befand. Schon bevor wir die Route erreichen konnten, rannte schon ein USK-Trupp mit lautem Geschrei auf uns zu. Einer der Polizisten schubste einen der anlaufenden Aktivisten mit voller Wucht, sodass dieser etwa zwei Meter flog und auf einer Metallkette, die sich zwischen zwei Betonpfosten befand, landete. Anschließend umringte die Polizei die Aktivist_innen und stürzte sich auf einige Personen, die versuchten aus den Fängen der Polizei zu fliehen. Inzwischen war die Pegida Demonstration am Siegestor angekommen und wendete dort, um die selbe Straße wieder zurückzulaufen. Doch das verlief nicht so reibungslos wie geplant. Rund 200 weitere Gegendemonstrant_innen waren dem Zug gefolgt und errichteten nun eine Sitzblockade auf auf der gesamten Ludwigsstraße. Durch das Hinzustoßen der weiteren Demonstant_innen konnten die 40 zuvor umringten Aktivist_innen wieder mehr Platz gewinnen. Dennoch umstellte die Polizei die gesamte Sitzblockade. Der rassistische Zug geriet so für einige Minuten ins stocken, bis es den Beamten gelang den Weg über den Gehsteig freizumachen, wodurch die Rassisten die Blockade umfließen konnten.

Anschließend Versuchten einige Gegendemonstrant_innen erneut vor die Demonstation zu gelangen. Diesen Versuchen setzte die Polizei mehre Tritte auf die Schienbeine der Gegendemonstrant_innen entgegen. Dennoch gelang es Einigen, die Kette der Polizei zu umgehen. Diese versuchten sich erneut an einer Blockade, was jedoch nicht erfolgreich endete. Bei der Räumung dieser Aktivisten kam es zu Übergriffen seitens der Polizei: ein Beamter schlug einer der Personen mehrmals ins Gesicht. Wie schon an den Montagen zuvor wurden erneut einzelne Gruppen von der Polizei an die Wand gedrängt. Auf die Frage nach dem Grund für diese Maßnahmen antwortete ein Polizist: “Das weiß ich nicht. Fragen sie den Einsatzleiter.“ Wo sich dieser befinde konnte uns nicht gesagt werden. Erst als die Rassisten wieder in ihren Käfig aus Absperrgittern geleitet worden waren, löste die Polizei die Ketten auf wodurch auch die restlichen Gegendemonstrant_innen wieder den Odeonsplatz erreichen konnten.

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