Kundgebung am 11.Juni.16 am Max-Josephs-Platz

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Tatort: Mittelmeer

Das Mittelmeer wird täglich zum Massengrab: mindestens 700 weitere Menschen starben allein in der letzten Maiwoche bei dem Versuch, sich vor Bombenschauern, Exekutionen, Mienen und Panzerangriffen zu retten.
Doch kaum 2 Wochen später gerät die Tragödie zwischen dem Einkauf von Grillfleisch, Fähnchen, Bier und EM Auftakt wieder in Vergessenheit. Daher rief Agir, die demokratische Jugend Rosenheim am vergangenen Samstag mit einer Kundgebung in der Stadtmitte Passanten dazu auf:
NICHT WEGSEHEN!

Capitalism kills

Die Redebeiträge umfassten weite Themengebiete von der blutigen Niederschlagung des arabischen Frühlings, über AfD Propaganda, bis hin zur direkten Schuld der Industrienationen am Elend der syrischen, eritreischen, irakischen, afghanischen, iranischen, serbischen, … Bevölkerung und zogen den gemeinsamen Konsens:
Das kapitalistische System stellt einen Fehlschlag, ja sogar ein Mordinstrument dar.
Denn der Mehrwert den der Kapitalist durch Ausbeutung seiner Arbeiter anhäuft ist die Grundsteinlegung für das stetige Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich. Doch durch die Globalisierung ist dieser Prozess nicht nur auf Ländergrenzen beschränkt, sondern weitet sich vom Verhältnis zwischen Lohnabhängigen und Arbeitgeber auf Entwicklungsland und Industriestaat aus. Wirtschaftliche Interessen erfordern das Aufrechterhalten von Regimen, welche die Ausbeutung der Bevölkerung durch systematische Unterdrückung erst richtig einfach machen. Repression ermöglicht nebenbei einen rasanten Absatz für Waffen, wodurch die Herrschaftsverhältnisse weiter gefestigt werden. Ein stetiger Kreislauf, der einmal losgetreten alles überrollt, was sich ihm in den Weg stellt. Schwerwiegende Konsequenzen bleiben da nicht aus: Elend, Armut, Hunger, Krieg. Daher ist der Kapitalismus Fluchtursache Nummer 1!

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Europe, Frontex and Police-Stop killing refugees!

Bei einer auf die Kundgebung folgenden Spontandemonstration durch die Innenstadt, zogen die Aktivist_innen mit derlei Rufen auch die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer auf sich.
Der Sarkasmus hinter den zahlreichen EU-Schutzetablissements ist unverkennbar zynisch. Denn während Frontex, NATO und Co. mit Waffengewalt „zum Schutz der Außengrenzen“ (-Thomas De Maizière, Feb 2016) die Schließung der vergleichsweise ungefährlichen Flüchtlingsroute durch den Balkan sichert, fragt man sich nur: Zum Schutz vor wem?
Zum Schutz vor den Menschen, welche täglich ihrer Existenz beraubt werden, indem die Industriestaaten wirtschaftlich ausbeuten.
Zur Verteidigung vor den Minderheiten, welche durch westlich gestützte Regime verfolgt werden.
Und zur Abwehr derer, die mit Drohnen, Waffen und Panzern des Exportweltmeisters Deutschland niedergebombt werden.

Abgesehen von der überdimensionierten Quantität an Beamten des USK-Dachau ist die Exekutive an diesem Samstagnachmittag keineswegs erwähnenswert.

Die im Verlauf der Kundgebung entstandenen Diskussionsrunden mit interessierten Passanten zeigen, dass es wenigstens gelungen ist ein Zeichen zu setzten gegen das Vergessen und das Verdrängen der Profiteure des weltweiten Gamble of Life und für Zusammenhalt und Menschlichkeit.

Hoch die internationale Solidarität!fb 2.2 -sponti im juni

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